Juan de Araujo
Spanien · Auf der Karte · Musiker · Lebte 1646 bis 1712 · im Alter von 66
Juan de Araujo (* 1646 in Villafranca, Spanien; † 1712 in La Plata, heute Sucre, Bolivien) war ein spanischer Komponist des Barock, der in Lateinamerika wirkte. Juan de Araujo kam als Kind mit seinem Vater in das spanische Vizekönigreich Peru und studierte an der Universität von San Marcos in Lima.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
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Dass er Schüler von Tomás de Torrejón y Velasco gewesen sei, wie gelegentlich angegeben wird, ist nicht belegt. Offenbar wurde er von Vizekönig Pedro Antonio Fernández de Castro (Conde de Lemos) nach studentischen Händeln zum Verlassen der Stadt genötigt, und es gibt Hinweise, dass er an die Kathedrale von Panama wechselte. Nach dem Tod des Vizekönigs 1672 kehrte er als mittlerweile ordinierter Priester an die Kathedrale von Lima zurück, wo er 1674 Fray Pedro Jiménez als Kapellmeister nachfolgte. 1676 verließ er Lima erneut, danach setzt eine Überlieferungslücke ein. Möglicherweise weilte er in dieser Zeit an der Kathedrale von Cusco, wo einige Werke von ihm überliefert sind. 1680 kehrte er als Kapellmeister der Kathedrale von La Plata nach Peru zurück, wo er bis zu seinem Tod wirkte. Araujo gilt als einer der größten Exponenten der Musik der spanischen Kolonialzeit. Von ihm sind 158 Kompositionen vollständig oder teilweise überliefert, die Entdeckung weiterer Werke gilt als wahrscheinlich. Er komponierte Messen, Motetten, Kantaten sowie 142 Villancicos. Seine Vokalmusik ist oft mehrchörig angelegt und mit Continuo-Begleitung, die meist von der Harfe auszuführen ist.
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