Kurt von Schleicher
Deutschland · Auf der Karte · Politiker · Lebte 1882 bis 1934 · im Alter von 52
Kurt Ferdinand Friedrich Hermann von Schleicher (* 7. April 1882 in Brandenburg an der Havel; † 30. Juni 1934 in Neubabelsberg) war ein deutscher General und Politiker. Von Anfang Dezember 1932 bis Ende Januar 1933 amtierte er als letzter Reichskanzler der Weimarer Republik.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
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Zur Person
Nachdem er im Kaiserreich der preußischen Armee angehört hatte, erreichte Schleicher in der Weimarer Republik eine Schlüsselstellung im Reichswehrministerium, wo er 1929 zum Chef des Ministeramtes ernannt wurde. Dabei wurde er bereits ab 1926 als besonders politisch ambitioniert eingeschätzt. Als Vertrauensmann des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg war er maßgeblich am Sturz der Regierung Müller im Frühjahr 1930 und an der Installation der beiden Folgekabinette unter Heinrich Brüning (März 1930) und dem von Franz von Papen (Juni 1932) beteiligt. Nachdem er unter Papen als Reichswehrminister amtiert hatte, folgte er diesem im Dezember 1932 als Reichskanzler nach. Ob er eine Querfrontregierung unter Spaltung der Nationalsozialisten oder deren Zähmung anstrebte, ist umstritten. Beides scheiterte bereits Anfang Januar 1933. Die von Schleicher daraufhin angestrebte Auflösung des Reichstages ohne Neuwahlen, also einen Staatsstreich, lehnte Hindenburg ab, woraufhin Schleicher am 28. Januar 1933 demissionierte und Hindenburg am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte. Hitler ließ Schleicher, der sich ins Privatleben zurückgezogen hatte, 1934 im Zuge des sogenannten Röhm-Putsches zusammen mit seiner Ehefrau ermorden.
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