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Maximos Planudes

Akademiker · Lebte 1260 bis 1305 · im Alter von 45

Maximos Planudes (griechisch Μάξιμος Πλανούδης, latinisiert Maximus Planudes; * um 1255 in Nikomedia in Bithynien; † 1330 in Konstantinopel) war ein byzantinischer Grammatiker und Theologe, der seine Blütezeit unter den Kaisern Michael VIII. und Andronikos II. hatte.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

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Zur Person

Er verbrachte den größten Teil seines Lebens in Konstantinopel, wo er sich als Mönch dem Studium und der Lehre widmete. Sein Taufname war Manuel; beim Eintritt ins Kloster nahm er den Mönchsnamen Maximos an. Planudes besaß ein bemerkenswertes Wissen über die lateinische Sprache in einer Zeit, in der Rom und Italien von den Byzantinern mit Hass und Verachtung betrachtet wurden. Dieser Fertigkeit verdankt er wohl, dass er von Andronikos 1327 als Botschafter nach Venedig geschickt wurde, um gegen den Angriff der Venezianer auf die Genueser Niederlassung in Pera zu protestieren. Ein wichtiges Ergebnis seiner Reise war, dass Planudes, vornehmlich mit seinen Übersetzungen, der griechischen Sprache und Literatur im Westen Europas den Weg bereitete. Planudes war der Autor zahlreicher Werke zur klassischen Philologie, Geschichte und Mathematik, darunter: eine griechische Grammatik in Form von Frage und Antwort, ähnlich den Έρωτήματα (Erotémata, „Fragen“) des Manuel Moschopulos, mit einem Anhang an die sogenannten politischen Verse; eine Abhandlung über Syntax; eine Biographie des Äsop und eine Prosaversion seiner Fabeln; Scholien zu einigen griechischen Werken; zwei Gedichte in Hexametern, eines als Lobrede auf Claudius Ptolemäus, dessen Geographie Planudes wiederentdeckt und mit Landkarten versehen hatte, das andere über die plötzliche Verwandlung eines Ochsen in eine Maus; eine Abhandlung über die Rechenkunst bei den Indern; Scholien zu den beiden ersten Büchern der Arithmetik von Diophant von Alexandrien; Kommentare zu Theokrit. Darüber hinaus hinterließ er eine Sammlung von Sprichwörtern und zahlreiche Briefe. Planudes’ vielfältige Übersetzungen aus dem Lateinischen umfassen auch Ciceros Somnium Scipionis mit einem Kommentar von Macrobius, Ovids Heroides und Metamorphosen, Boëthius’ De consolatione philosophiae, Augustinus’ De trinitate und die sogenannte Disticha Catonis. Diese Übersetzungen wurden im weiteren Verlauf des Mittelalters als Lehrbücher für das Griechische sehr populär. Am bekanntesten ist Planudes als Bearbeiter der Griechischen Anthologie, einer bedeutenden Sammlung griechischer Epigramme aus Antike und Mittelalter, die in seiner Fassung (Anthologia Planudea) zuerst gedruckt und so der gelehrten Welt bekannt wurden.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Kategorie
Akademiker
Art
Akademiker
Status
Verstorben
Daten
Lebte 1260 bis 1305 · im Alter von 45