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Meister Eckhart

Deutschland · Akademiker · Lebte 1260 bis 1328 · im Alter von 68

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Meister Eckhart, auch Eckhart von Hochheim genannt (* um 1260 in Hochheim oder nahebei in Tambach; † vor dem 30. April 1328 vermutlich in Avignon), war ein einflussreicher spätmittelalterlicher Theologe und Philosoph. Als Jugendlicher trat Eckhart in den Orden der Dominikaner ein, in dem er später hohe Ämter erlangte.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

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Zur Person

Meister Eckhart, auch Eckhart von Hochheim genannt (* um 1260 in Hochheim oder nahebei in Tambach; † vor dem 30. April 1328 vermutlich in Avignon), war ein einflussreicher spätmittelalterlicher Theologe und Philosoph. Als Jugendlicher trat Eckhart in den Orden der Dominikaner ein, in dem er später hohe Ämter erlangte. Mit seinen Predigten erzielte er nicht nur bei seinen Zeitgenossen eine starke Wirkung, sondern beeindruckte auch die Nachwelt. Außerdem leistete er einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der deutschen philosophischen Fachsprache. Zu seinen Zielen gehörte die Verbreitung von Grundsätzen für eine konsequent spirituelle Lebenspraxis im Alltag. Aufsehen erregten seine unkonventionellen, teils provozierend formulierten Aussagen und sein schroffer Widerspruch zu damals verbreiteten Überzeugungen. Umstritten war beispielsweise seine Aussage, der „Seelengrund“ sei nicht wie alles Geschöpfliche von Gott erschaffen, sondern selbst göttlich und ungeschaffen. Im Seelengrund sei die Gottheit stets unmittelbar anwesend. Vielfach griff Eckhart Gedankengut der neuplatonischen Tradition auf. Oft wird er als Mystiker charakterisiert, in der Forschung ist die Angemessenheit dieser Bezeichnung allerdings umstritten. Nach langjähriger Tätigkeit im Dienst des Ordens an wichtigen Positionen wurde Eckhart in höheren Lebensjahren von zwei Mitbrüdern 1325 der Häresie (Irrlehre, Abweichung von der Rechtgläubigkeit) bezichtigt und angeklagt. Der in Köln eingeleitete Inquisitionsprozess wurde am päpstlichen Hof in Avignon neu aufgenommen und 1329 zu Ende geführt. Eckhart starb dort noch vor Abschluss des gegen ihn eingeleiteten Verfahrens. Da er sich von vornherein dem Urteil des Papstes unterworfen hatte, entging er als Person einer Einstufung als Ketzer. Papst Johannes XXII. (1316-1334) verurteilte mit der Bulle In agro dominico (März 1329) eine Reihe seiner Aussagen als Irrlehren und verbot die Verbreitung der Werke, die sie enthielten. Dennoch hatte Eckharts Gedankengut beträchtlichen Einfluss auf die spätmittelalterliche Spiritualität im deutschen und niederländischen Raum.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Land
Deutschland
Kategorie
Akademiker
Art
Akademiker
Status
verstorben
Daten
Lebte 1260 bis 1328 · im Alter von 68

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