Otoya Yamaguchi
Japan · Auf der Karte · Lebte 1943 bis 1960 · im Alter von 17
Otoya Yamaguchi (jap. 山口 二矢, Yamaguchi Otoya; * 22. Februar 1943 in Tokio; † 2. November 1960 ebenda) war ein japanischer ultranationalistischer Aktivist.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
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Am 12. Oktober 1960 erstach er im Alter von 17 Jahren den sozialistischen Politiker Inejiro Asanuma, Vorsitzender der Sozialistischen Partei Japans, mit einem Yoroi-dōshi (einem japanischen Kurzschwert) auf offener Bühne während einer Wahlkampfveranstaltung in der Hibiya Public Hall in Tokio. Das Attentat wurde live im Fernsehen übertragen. Weniger als drei Wochen später beging Yamaguchi Suizid durch Erhängen in seiner Zelle in einer Jugendhaftanstalt. Mit einer Mischung aus Zahnpulver und Wasser schrieb er zuvor an die Wand: Dieser Satz ist eine Anspielung auf die letzten Worte des legendären Samurai Kusunoki Masashige aus dem 14. Jahrhundert. Eine während des Attentats aufgenommene Fotografie des Reporters Yasushi Nagao, die Yamaguchi unmittelbar nach dem Stoß mit dem gezückten Schwert zeigt, wurde 1961 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und von World Press Photo zum Pressefoto des Jahres 1960 gekürt. Der Literaturnobelpreisträger Kenzaburō Ōe verarbeitete das Attentat 1961 in seiner Novelle Seventeen.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0