Suharto
Indonesien · Auf der Karte · Politiker · Lebte 1921 bis 2008 · wurde 86 Jahre alt
Haji Mohamed Suharto (nach der Orthographie bis 1972 Soeharto; * 8. Juni 1921 in Kemusuk bei Argamulya auf Java, Niederländisch-Indien; † 27. Januar 2008 in Jakarta, Indonesien) war ein indonesischer General und Politiker.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
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In ihren eigenen Worten 3
The relationship between Man and his environment, especially since the Industrial Revolution, has been an exploitative and predatory one.
To us, the interaction among development, environment and population is a cornerstone of national policy.
Sustainable development implies the integration of two elements: environment and development.
Auszeichnungen
Zur Person
Er amtierte von 1967/68 bis 1998 als zweiter Staatspräsident Indonesiens und regierte diktatorisch. Zuvor war er von 1961 bis 1965 Kommandeur des Strategischen Heeres-Reservekommandos (Kostrad), des einflussreichsten militärischen Verbands der indonesischen Streitkräfte, anschließend von 1965 bis 1968 Stabschef des indonesischen Heeres. In dieser Funktion war er einer der Initiatoren der Massaker in Indonesien 1965-1966, denen über 500.000 Menschen - vor allem Mitglieder und (angebliche) Sympathisanten der Kommunistischen Partei Indonesiens sowie ethnische Chinesen - zum Opfer fielen. Im März 1966 entmachtete er faktisch den damaligen Staatspräsidenten Sukarno, der gezwungen war, Suharto weitreichende Vollmachten einzuräumen (Supersemar), bevor Sukarno im Jahr darauf ganz abgesetzt wurde. Ab März 1967 war Suharto Interims-Staatspräsident, ein Jahr später wählte ihn das Parlament auch offiziell in dieses Amt. Er nannte seine Herrschaft Orde Baru („Neue Ordnung“). Diese war von einer Liberalisierung des Wirtschaftssystems, Industrialisierung und schnellem Wirtschaftswachstum bei autoritärer und patriarchaler Gesellschaftspolitik geprägt sowie von der Verfolgung linker und islamistischer Oppositioneller. Suharto ließ 1975 das Nachbarland Osttimor erobern. Die Massenmorde, Zwangsumsiedlungen, Hungersnöte und die Zerstörung des sozialen Gefüges während der 24 Jahre währenden indonesischen Besetzung Osttimors werden vielfach als Genozid klassifiziert. Die grassierende Korruption während Suhartos Regime und die asiatische Finanzkrise 1997 trugen zur zunehmenden Unzufriedenheit mit der Regierung bei. Nach Massenprotesten, vor allem von Studenten, die in teils gewalttätige Unruhen umschlugen, trat Suharto im Mai 1998 nach über 30 Jahren an der Regierungsspitze zurück. Die folgende Epoche in der indonesischen Politik wird Reformasi genannt. Die Korruptionsvorwürfe gegen Suharto wurden aufgrund seines Gesundheitszustands nicht gerichtlich aufgeklärt.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0