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Denis Diderot

Frankreich · Akademiker · Lebte 1713 bis 1784 · im Alter von 70

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Denis Diderot [dəni didʁo] (* 5. Oktober 1713 in Langres; † 31. Juli 1784 in Paris) war ein französischer Abbé, Schriftsteller, Übersetzer, Philosoph, Aufklärer, Literatur- und Kunsttheoretiker, Kunstagent der russischen Zarin Katharina II. und einer der wichtigsten Organisatoren und Autoren der Encyclopédie.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Stationen eines Lebens

1784Gestorben31. Juli 17841773“The arbitrary rule of a just and enlightened prince is always bad.”Eigene Worte"Refutation of Helvétius" (written 1773-76, published 1875)

“It has been said that love robs those who have it of their wit, and gives it to those who have none.”Eigene WorteParadoxe sur le Comédien (1773-1777)

1752“Only a very bad theologian would confuse the certainty that follows revelation with the truths that are revealed. They are entirely different things.”Eigene WorteApology for the Abbé de Prades (1752)

1749“If you want me to believe in God, you must make me touch him.”Eigene WortePortraying a fictional conversation of Nicholas Saunderson with a priest, in ' Lettre sur les aveugles [Letter about the Blind] (1749), as

“As to all the outward signs that awaken within us feelings of sympathy and compassion, the blind are only affected by crying; I suspect them in general of lacking humanity.”Eigene WorteLettre sur les aveugles [Letter on the Blind] (1749)

1745“From fanaticism to barbarism is only one step.”Eigene WorteEssai sur le Mérite de la Vertu (1745); a translation and adaptation of Inquiry concerning Virtue or Merit (1699) by Anthony Ashley-Cooper,

1713Geboren5. Oktober 1713

Fotos 8

In ihren eigenen Worten 10

,
Denis Diderot
,
10 Aussagen, neueste zuerst
  1. The arbitrary rule of a just and enlightened prince is always bad.

    1773, "Refutation of Helvétius" (written 1773-76, published 1875), Eigene Worte

  2. It has been said that love robs those who have it of their wit, and gives it to those who have none.

    1773, Paradoxe sur le Comédien (1773-1777), Eigene Worte

  3. There is no kind of harassment that a man may not inflict on a woman with impunity in civilized societies.

    1772, "On Women" (1772), as translated in Selected Writings (1966) edited by Lester G. Crocker, Eigene Worte

Wikiquote, CC BY-SA 4.0

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Zur Person

Denis Diderot [dəni didʁo] (* 5. Oktober 1713 in Langres; † 31. Juli 1784 in Paris) war ein französischer Abbé, Schriftsteller, Übersetzer, Philosoph, Aufklärer, Literatur- und Kunsttheoretiker, Kunstagent der russischen Zarin Katharina II. und einer der wichtigsten Organisatoren und Autoren der Encyclopédie. Er gilt darüber hinaus als ein wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution. Zusammen mit Jean-Baptiste le Rond d’Alembert war Diderot, der über ein herausragendes universales, laut Voltaire „pantophiles“ Wissen verfügte, Herausgeber der großen französischen Encyclopédie, zu der er selbst als Enzyklopädist etwa 6000 von insgesamt 72.000 Artikeln beitrug. Als Autor von Bühnenwerken und theaterästhetischen Schriften hatte er großen Anteil an der Entstehung eines bürgerlichen Dramas. Seine Romane und Erzählungen - zumeist, wie La religieuse, Jacques le fataliste oder Le Neveu de Rameau, postum erschienen - leisteten in verschiedener Weise ihren Beitrag zu den großen Themen der Zeit der europäischen Aufklärung, so u. a. zu den Fragen der Selbstbestimmung des Menschen, des Leib-Seele-Problems und des Gegensatzes von Determinismus und Willensfreiheit sowie zur Kritik an der Religion. In seinen Werken wird eine deutliche Entwicklung von einer theistischen über eine deistische zu einer atheistischen Haltung erkennbar. Doch gibt es auch Hinweise darauf, dass seine materialistischen und atheistischen Vorstellungen schon in den frühen Werken, so z. B. in den Pensées philosophiques (1746), kenntlich werden. Diderots philosophische Gedanken, die sich fast immer auf die Erfahrung individueller Sinneseindrücke oder Wahrnehmungen beziehen, lassen sich in die Kategorie des Sensualismus einordnen. Diderot trat in seinen Spätwerken für die Popularisierung der Aufklärung, des Atheismus und gegen die seiner Ansicht nach noch zu verbreiteten Erscheinungen des Aberglaubens und der Bigotterie ein. Diderot und seine Mitstreiter, die philosophes, überließen in ihren Werken nicht mehr den religiösen Institutionen und verschiedensten Agenturen die alleinige Deutungshoheit über die Welt und die Wissenschaften. Somit gab es für den Glauben an übernatürliche und irrationale Kräfte im unter aufklärerischen Einfluss stehenden Europa sowie im davon beeinflussten Nord- und Südamerika weniger Raum. Im Zentrum von Diderots Denken stand das für seine Zeit typische Spannungsfeld zwischen Vernunft und Sensibilität (sens et sensibilité). Vernunft zeichnete sich für Diderot durch die Suche nach wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen und der Überprüfbarkeit der empirisch beobachteten und bewiesenen Fakten aus, ohne dabei in der rein quantitativen Erfassung der Wirklichkeit, in mathematischen Aussagen, befangen zu bleiben. In den Jahren 1754 bis 1765 entwickelte er daneben die Lehre einer universellen Sensibilität (sensibilité universelle). Die Naturwissenschaften waren nach Diderot dadurch charakterisiert, dass sie nicht nach einem Warum fragen, sondern auf die Frage nach dem Wie eine Antwort suchen. Er beschäftigte sich mit vielen Wissensgebieten, darunter Chemie, Physik, Mathematik, vor allem aber Naturgeschichte sowie Anatomie und Medizin. Als philosophische Position erarbeitete er sich - so zu erkennen in seinen späteren Werken - eine (undogmatische) materialistische Geisteshaltung. Obgleich Diderot kein Philosoph war, der sich mit „begründungstheoretischen“ Problemen oder systematisierenden, analytischen Reflexionen beschäftigte, zählt er zu den vielfältigsten und innovativsten philosophischen Autoren des 18. Jahrhunderts. Diderot und seine Weggefährten sahen sich durch ihre aufklärerischen Überlegungen und Publikationen wiederholt mit den herrschenden Vorstellungen des Ancien Régime konfrontiert und waren deshalb zahlreichen Repressionen ausgesetzt. Seine Inhaftierung im Jahr 1749 ließ Diderot gegenüber weiteren Kontrollen und Überwachungen durch die verschiedenen Agenturen aufmerksam werden, obwohl ihm und den Enzyklopädisten einige Personen aus dem Kreis der Einflussreichen und Herrschenden - darunter Mme de Pompadour, die Mätresse Ludwigs XV., und auch einige Minister und vor allem der Chefzensor Chrétien-Guillaume de Lamoignon de Malesherbes - insgeheim zur Seite standen. Dennoch war den interessierten Zeitgenossen Diderots, die ihn ausschließlich durch seine Publikationen kannten, nur eine begrenzte Auswahl an Essays, Romanen, Dramen zugänglich, wohl aber alle seine Beiträge zur Encyclopédie.

Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0

Land
Frankreich
Kategorie
Akademiker
Art
Akademiker
Status
verstorben
Daten
Lebte 1713 bis 1784 · im Alter von 70

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