Denis Diderot
Frankreich · Akademiker · Lebte 1713 bis 1784 · im Alter von 70
Denis Diderot wird in 101 Sprachen etwa 1.514 Mal am Tag gelesen.
Ein typischer Tag, 30 Tage bis 20. Oktober 2026
Der mittlere Tag der gezählten Tage, damit eine Nachrichtenwoche ihn nicht verschieben kann. Die Linie darunter zeigt die letzten 395 Tage, ein Punkt pro Tag.
Stimmt etwas nicht?Denis Diderot [dəni didʁo] (* 5. Oktober 1713 in Langres; † 31. Juli 1784 in Paris) war ein französischer Abbé, Schriftsteller, Übersetzer, Philosoph, Aufklärer, Literatur- und Kunsttheoretiker, Kunstagent der russischen Zarin Katharina II. und einer der wichtigsten Organisatoren und Autoren der Encyclopédie.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
Stationen eines Lebens
Fotos 8
In ihren eigenen Worten 10
The arbitrary rule of a just and enlightened prince is always bad.
It has been said that love robs those who have it of their wit, and gives it to those who have none.
There is no kind of harassment that a man may not inflict on a woman with impunity in civilized societies.
Familie
Partner
Ist das die ganze Familie?
Gezeichnet werden nur Verwandte, die hier ein Profil haben. Eine Familie kann also größer sein als die Zeichnung. Eine Linie kann auch falsch sein.
Diese Familie korrigierenZur Person
Denis Diderot [dəni didʁo] (* 5. Oktober 1713 in Langres; † 31. Juli 1784 in Paris) war ein französischer Abbé, Schriftsteller, Übersetzer, Philosoph, Aufklärer, Literatur- und Kunsttheoretiker, Kunstagent der russischen Zarin Katharina II. und einer der wichtigsten Organisatoren und Autoren der Encyclopédie. Er gilt darüber hinaus als ein wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution. Zusammen mit Jean-Baptiste le Rond d’Alembert war Diderot, der über ein herausragendes universales, laut Voltaire „pantophiles“ Wissen verfügte, Herausgeber der großen französischen Encyclopédie, zu der er selbst als Enzyklopädist etwa 6000 von insgesamt 72.000 Artikeln beitrug. Als Autor von Bühnenwerken und theaterästhetischen Schriften hatte er großen Anteil an der Entstehung eines bürgerlichen Dramas. Seine Romane und Erzählungen - zumeist, wie La religieuse, Jacques le fataliste oder Le Neveu de Rameau, postum erschienen - leisteten in verschiedener Weise ihren Beitrag zu den großen Themen der Zeit der europäischen Aufklärung, so u. a. zu den Fragen der Selbstbestimmung des Menschen, des Leib-Seele-Problems und des Gegensatzes von Determinismus und Willensfreiheit sowie zur Kritik an der Religion. In seinen Werken wird eine deutliche Entwicklung von einer theistischen über eine deistische zu einer atheistischen Haltung erkennbar. Doch gibt es auch Hinweise darauf, dass seine materialistischen und atheistischen Vorstellungen schon in den frühen Werken, so z. B. in den Pensées philosophiques (1746), kenntlich werden. Diderots philosophische Gedanken, die sich fast immer auf die Erfahrung individueller Sinneseindrücke oder Wahrnehmungen beziehen, lassen sich in die Kategorie des Sensualismus einordnen. Diderot trat in seinen Spätwerken für die Popularisierung der Aufklärung, des Atheismus und gegen die seiner Ansicht nach noch zu verbreiteten Erscheinungen des Aberglaubens und der Bigotterie ein. Diderot und seine Mitstreiter, die philosophes, überließen in ihren Werken nicht mehr den religiösen Institutionen und verschiedensten Agenturen die alleinige Deutungshoheit über die Welt und die Wissenschaften. Somit gab es für den Glauben an übernatürliche und irrationale Kräfte im unter aufklärerischen Einfluss stehenden Europa sowie im davon beeinflussten Nord- und Südamerika weniger Raum. Im Zentrum von Diderots Denken stand das für seine Zeit typische Spannungsfeld zwischen Vernunft und Sensibilität (sens et sensibilité). Vernunft zeichnete sich für Diderot durch die Suche nach wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen und der Überprüfbarkeit der empirisch beobachteten und bewiesenen Fakten aus, ohne dabei in der rein quantitativen Erfassung der Wirklichkeit, in mathematischen Aussagen, befangen zu bleiben. In den Jahren 1754 bis 1765 entwickelte er daneben die Lehre einer universellen Sensibilität (sensibilité universelle). Die Naturwissenschaften waren nach Diderot dadurch charakterisiert, dass sie nicht nach einem Warum fragen, sondern auf die Frage nach dem Wie eine Antwort suchen. Er beschäftigte sich mit vielen Wissensgebieten, darunter Chemie, Physik, Mathematik, vor allem aber Naturgeschichte sowie Anatomie und Medizin. Als philosophische Position erarbeitete er sich - so zu erkennen in seinen späteren Werken - eine (undogmatische) materialistische Geisteshaltung. Obgleich Diderot kein Philosoph war, der sich mit „begründungstheoretischen“ Problemen oder systematisierenden, analytischen Reflexionen beschäftigte, zählt er zu den vielfältigsten und innovativsten philosophischen Autoren des 18. Jahrhunderts. Diderot und seine Weggefährten sahen sich durch ihre aufklärerischen Überlegungen und Publikationen wiederholt mit den herrschenden Vorstellungen des Ancien Régime konfrontiert und waren deshalb zahlreichen Repressionen ausgesetzt. Seine Inhaftierung im Jahr 1749 ließ Diderot gegenüber weiteren Kontrollen und Überwachungen durch die verschiedenen Agenturen aufmerksam werden, obwohl ihm und den Enzyklopädisten einige Personen aus dem Kreis der Einflussreichen und Herrschenden - darunter Mme de Pompadour, die Mätresse Ludwigs XV., und auch einige Minister und vor allem der Chefzensor Chrétien-Guillaume de Lamoignon de Malesherbes - insgeheim zur Seite standen. Dennoch war den interessierten Zeitgenossen Diderots, die ihn ausschließlich durch seine Publikationen kannten, nur eine begrenzte Auswahl an Essays, Romanen, Dramen zugänglich, wohl aber alle seine Beiträge zur Encyclopédie.
Text aus Wikipedia, CC BY-SA 4.0
Akademiker aus Frankreich 6
Fame.am misst Signale öffentlicher Sichtbarkeit. Es misst nicht den Wert eines Menschen, Talent, Moral oder Glaubwürdigkeit.